Tätigkeitsfeld

Opfervertretung

Sollten Sie Opfer einer Straftat geworden sein, machen wir Ihre Rechte im Strafverfahren umfassend geltend und sorgen für Ihre Entschädigung.

Der mit dem Strafrecht befasste Rechtsanwalt vertritt auch die Opfer von Straftaten.

Im Rahmen der Nebenklage kann sich ein Opfer bestimmter Straftaten, wie z.B. Körperverletzung, Vergewaltigung oder eines versuchten Tötungsdeliktes der Anklage der Staatsanwaltschaft anschließen. Das gleiche Recht haben auch nahe Angehörige von Opfern vollendeter Tötungsdelikte.

Die Nebenklage versetzt Sie als Opfer oder Angehörigen eines Opfers in die Lage, aktiv am Verfahren teilzunehmen. Sie haben das Recht, über Ihren Rechtsanwalt Akteneinsicht in die Akten des laufenden Verfahrens zu nehmen, um sich über die Beweissituation und beispielsweise den Inhalt von Beschuldigten- und Zeugenvernehmungen zu informieren.

Sie haben das Recht, in der Gerichtsverhandlung Fragen an den Beschuldigten, Zeugen oder Sachverständigen zu stellen, Beweisanträge zu stellen, Erklärungen abzugeben, etc. Insbesondere haben Sie das Recht, die Rechtsmittel der Berufung oder Revision einzulegen, wenn Sie mit dem gegen den Angeklagten ergangenen Urteil nicht einverstanden sind.

Sind sie Opfer einer Straftat, bei der die Nebenklage nicht zugelassen ist, so kommt auch in Betracht, dass Sie einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand mandatieren.

Mittlerweile besteht für Opfer von Straftaten die Möglichkeit, zivilrechtliche Anspprüche im Strafverfahren geltend zu machen mittels des Adhäsionsverfahrens.

Dies bietet erhebliche Vorteile im Gegensatz dazu, diese Ansprüche – insbesondere auf Zahlung von Schmerzensgeld – auf dem Zivilrechtsweg geltend zu machen. So entfällt eine psychische Belastung durch ein weiteres Verfahren. Das Opfer kann weiterhin als Zeuge für sich selbst aussagen und muss keinen andernfalls eventuell erforderlichen Prozesskostenvorschuss zahlen. Werden Adhäsionsanträge gestellt, so wird über diese mit im Strafurteil entschieden. So wird mit der Verurteilung des Angeklagten zugeich auch ein Schmerzensgeld an das Opfer ausgeurteilt.

Der auf Strafrecht spezialisierte Rechtsanwalt unterstützt seine Mandanten auch im Vorfeld einer Nebenklagevertretung oder der Geltendmachung von Ansprüchen im Adhäsionsverfahren.

Insbesondere erstattet er Strafanzeigen.

Dies ist häufig dann erforderlich, wenn ein sogenanntes Antragsdelikt verfolgt werden soll, wegen dessen Staatsanwaltschaft und Polizei nicht von sich aus ermitteln. Wurde ein Offizialdelikt begangen, das verfolgt werden muss, werden die Strafverfolgungsbehörden durch die Strafanzeige darauf aufmerksam.

Eine Strafanzeige muss diejenigen Informationen enthalten, die einen Tatverdacht belegen. Eine strukturierte Darstellung, insbesondere bei komplizierten Sachverhalten, sorgt dafür, dass Ermittlungen aufgenommen werden. Der strafrechtlich spezialisierte Rechtsanwalt weiß, worauf es Staatsanwaltschaft und Polizei ankommt.

Ein Ermittlungsverfahren kann auch damit abgeschlossen werden, dass es auf den Privatklageweg verwiesen wird. Die Staatsanwaltschaft klagt das Verfahren in diesem Fall nicht an.

Der Verletzte einer Straftat kann dann mit Hilfe eines Rechtsanwalts selbst die strafrechtliche Anklage (Privatklage) erheben. Der Rechtsanwalt tritt dann im Strafverfahren wie ein Staatsanwalt auf.

Privatklageverfahren haben hohe formale Hürden und das Verfahren weicht vom üblichen Strafprozess in vielen Details ab. Voraussetzung für eine Strafanzeige und ggf. Privatklage ist, dass ein Sachverhalt feststeht, aufgrund dessen eine Strafbarkeit dargestellt werden kann.

Dies ist nicht immer der Fall.

Der strafrechtlich spezialisierte Rechtsanwalt unterstützt sie auch, wenn die Strafverfolgungsbehörden keine Ermittlungen aufnehmen oder die Ermittlungen abbrechen. Er berät seine Mandanten bezüglich privater Ermittlungen, z. B. durch Privatdetektive, aber auch von den Mandanten selbst.